Bibers Wohnzimmer gefunden

Das war eine große Freude, als endlich das Wohnzimmer der Familie Biber gefunden wurde. Doch alles der Reihe nach. Pünklich traf Marcus ein. Er ist der Bibermanager im NABU Thüringen und hat die Führung bei unserer Exkursion übernommen. Immerhin hatten 38 Teilnehmer erwartungsvoll den Weg in die Staatliche Grundschule "An den Gleichbergen" Milz gefunden. Im Mehrzweckraum konnte jeder dem Biber Bibo erzählen, was er schon über ihn weiß oder was er über das Leben der Biber erfahren möchte.
Dann ging es aber endlich los. Quer durch das Dorf hindurch zu Spring und Milz, die beiden Flüsse. Durch den Regen waren sie gut gefüllt und Marcus konnte sehr anschaulich erklären, welche Lebensbedingungen der Biber benötigt. Selber durften die Kinder ausprobieren, wie es sich anfühlt, nur über den Tastsinn seine Umwelt wahrzunehmen: Augenbinde aufgesetzt und der Partner führt an einen Baum. Dort fühlte das "blinde Kind" die Rinde, durfte am Baum riechen und am Ausgangspunkt - ohne Augenbinde - erraten, welchen Baum es erfühlt hatte. Auch einige Erwachsene machten mit und erhielten so einen Eindruck, wie sich ein Biber in seiner Welt zurecht finden muss.
Am Ufer der Milz waren dann bald Spuren des Bibers zu sehen. Nagungen, ein umgelegter Baum und dann - lauter Äste fein aufgeschichtet am Ufer. Marcus erklärte, dass hier Familie Biber sich einen Erdbau geschaffen hat. Unter den Ästen ist das "Wohnzimmer" und die Äste sind die Decke. Nun weiß jeder Bescheid: Wenn solche Haufen am Flussufer liegen, läuft man nicht drüber. Denn wer will schon der Familie Biber aufs Dach steigen...
Mit dem Befühlen eines Biberfells ging dann für alle eine schöne Exkursion zu Ende. Herzlichen Dank Marcus für Deine Hilfe beim Aufspüren des "Biberwohnzimmers"!

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