Den Fröschen und Kröten auf der Spur

Seit vielen Jahren haben Naturschützer dem Amphibientod an unseren Straßen den Kampf angesagt. In der ganzen Republik sind Naturschutzgruppen Jahr für Jahr aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. Ohne dieses vielfache Engagement wäre es um unsere Frösche und Kröten deutlich schlechter bestellt.

Kröten, Frösche und Molche beginnen zu wandern, wenn es feucht ist und die Bodentemperaturen über drei bis vier Grad Celsius liegen. Vereinzelt wurden schon Grasfrösche auf ihrer Wanderschaft gemeldet. Die ersten Tiere machen sich vor allem in den Flusstälern und anderen geschützten Lagen auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Die Wandersaison eröffnen meist die Grasfrösche und Erdkröten. In der Regel verlassen zuerst die Männchen ihre Winterquartiere, um an die Laichgewässer zu gelangen.
Die Tiere müssen oft weite Strecken zurücklegen. Nicht selten führt der Weg dorthin über stark befahrene Straßen. Genau hier lauert aber auch die Gefahr. Beim Überqueren der Straßen werden die Tiere überfahren oder können sogar, durch einen geschwindigkeitsbedingten Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn, getötet werden. Deshalb ist es ratsam, beim Auftauchen von Amphibien auf der Straße vorsichtig und langsam zu fahren, ohne jedoch andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.
Auch für die ehrenamtlichen Naturschützer beginnt jetzt die Wandersaison. „
Bereits seit 1996 dokumentieren Ehrenamtliche des NABU in Suhl das jeweilige Wandergeschehen. 1430 m Zäune werden auch in diesem Jahr wieder aufgestellt und regelmäßig kontrolliert“, berichtet Marianne Herrmann die Vorsitzende des NABU Henneberger Land. Der NABU bittet deshalb Autofahrer um verstärkte Rücksichtnahme gegenüber den Betreuern an den Amphibienzäunen. Die Helfer sind am Abend, in der Nacht oder am frühen Morgen bei jeder Witterung auf den Straßen unterwegs. Insgesamt sind in jedem Jahr ca. 4-6 Wochen die Krötenzäune zu betreuen. Neben dem „über-die-Straße-tragen“ der Amphibien wird auch formlos aufgeschrieben, wie viele Tiere diesen Service in Anspruch nehmen. Der NABU sammelt die Daten und gibt sie dann in seine bundesweite Datenbank ein. Bis jetzt konnte der NABU in Suhl noch alle Amphibienzäune regelmäßig bereuen. Und das möchten die Krötenchauffeure auch in Zukunft gerne tun. Niemand dürfe im Moment  krank werden oder sich etwas anderes vornehmen. „Wir brauchen aber mindestens doppelt so viele ehrenamtliche Helfer, dann wären wir flexibler und wüssten sicher, dass alle Krötenzäune auch regelmäßig kontrolliert werden“, sagt Marianne Herrmann und bittet Naturfreudinnen und Naturfreunde die Lust haben mitzuhelfen sich beim NABU Henneberger Land zu melden.  Auch der Amphibienexperte Andre Storch betont:  „Wir möchten an der Qualität der Hilfsmaßnahme festhalten und suchen deshalb Verstärkung jeden Alters. Man muss dann auch nicht zu allen Terminen während der Laichwanderung dabei sein. Am Ende der Einsatzzeit wird bei einem gemütlichen Treff alles ausgewertet und Dank und Anerkennung ausgesprochen. Zur Absprache über den Ablauf in diesem Jahr treffen sich alle interessierten Krötenchauffeure am 21. Februar 2018, 17-18:30 Uhr in der NABU Regionalgeschäftsstelle in 98529 Suhl, Meininger Str. 127. 

Kontakt: Marianne Herrmann, Tel 03681/36 13 18 (mit AB) oder Hartmut Kempf, Tel 03681/306950 oder www.NABU-Hennebergerland.de


Krötenchauffeure ziehen Bilanz

Der NABU Suhl beklagt Rückgang der Amphibien in der letzen Saison

Seit vielen Jahren haben Naturschützer dem Amphibientod an unseren Straßen den Kampf angesagt. In der ganzen Republik sind Naturschutzgruppen Jahr für Jahr aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. „Ohne dieses vielfache Engagement wäre es um unsere Frösche und Kröten deutlich schlechter bestellt“, sagt Marianne Herrmann die Kreisvorsitzende des NABU Henneberger Land. „Aber auch hier in Suhl beobachten unsere Krötenzaunbetreuer einen Rückgang an Erdkröten, Berg- und Teichmolchen und sogar Grasfröschen. In den zurück liegenden Jahren haben wir an unserem 300 Meter langen Zaun am Linsenhofer Teich in vier Wochen etwa 600 bis 800 Lurche zu ihren Laichgewässern getragen. 2017 waren es nur noch 100 bis 200 Exemplare.“

Bereits seit 1996 dokumentiert der NABU in Suhl das jeweilige Wandergeschehen.

Als eine mögliche Ursache für den Rückgang vermutet man die Schädigung des Laichs. Es entwickeln sich kaum noch Kaulquappen. Wahrscheinlich schädigen Viren oder niedere Pilze den Laich, der verschimmelt im Gewässer liegt. „Nur noch wenige Kaulquappen entwickeln sich zu jungen Lurchen, die im darauf folgenden Jahr an der Wanderung zu den Laichgewässern teilnehmen“, berichtet die NABU-Kreisvorsitzende. Über diesen Rückgang hinaus gibt es zusätzliche Verluste, verursacht durch lokale Anlässe. So ist der Rückgang an Berg- und Teichmolchen oft auf Trockenlegung ehemaliger Teiche zurückzuführen. Der Schutz unsere Amphibien wird deswegen immer wichtiger. Bürgerinnen und Bürger die uns dabei unterstützen möchte, sind immer gerne gesehen.

 

Kontakt: NABU Henneberger Land, Am Lautenbach 5, 98529 Suhl; Tel. 03681/36 13 18 oder 30 69 50

 


Amphibien brauchen unsere Hilfe!

Der NABU Henneberger Land bereitet sich auf die Amphibienwanderung vor und bitte um Rücksichtnahme bei Amphibienwechsel

Die Naturschützer haben jetzt viel zu tun. So auch zum Beispiel die NABU-Mitglieder und Ehrenamtlichen des NABU Henneberger Land. „Schon seit 1996 dokumentieren unsere Ehrenamtlichen in Suhl das Wandergeschehen der Amphibien. Uns geht es vor allem darum genau Bescheid zu wissen, wo unsere kriechenden Freunde die Straße überqueren. Haben wir die Hauptwanderroute identifiziert, stellen wir dort Zäune auf“, berichtet die Vorsitzende. Die Betreuung dieser Einrichtungen erfordert einen hohen Zeitaufwand. „Etwa sechs Wochen lang ziehen wir zwei bis dreimal täglich mit Eimern los, um unsere Zäune zu kontrolliert. Frösche, Kröten und Molche werden abgesammelt und über die Straße getragen. Im Umkreis von Suhl haben wir 1430 Meter Zaun zu betreuen. Für diese Arbeit benötigen wir auch noch jede Menge Helfer“, sagt Marianne Herrmann.

In Suhl werden am 15. März 2017 die Amphibienzäune aufgestellt. Die Ehrenamtlichen treffen sich um 8:00 Uhr auf dem Parkplatz am neuen Rathaus. Zum Aufbau der Zäune werden Gummihammer oder Hammer mit Holzscheit benötigt; für das Eingraben der Eimer sind Spaten notwendig. Erfahrene Helfer stehen allen interessierten Unterstützern zur Seite und zeigen, wie es geht. Der NABU freuen sich über viele freiwillige Helfer.

 

Kontakt: Marianne Herrmann, Tel.: 03681/36 13 18 oder Hartmut Kempf, Tel.: 03681/306950