Vertragsnaturschutz

In verschiedenen Gebieten werden derzeit hochwertige Biotope durch engagierte NABU-Mitglieder so gepflegt, dass differenzierter Arten- und Biotopschutz ermöglicht wird. Freilich bedeutet es viel Handarbeit, wenn dazu Kleintechnik wie Sense und Freischneider, begrenzt auch Gebirgsrasenmäher eingesetzt werden. Der sachkundige Bediener kann ausmähen. d.h. die zu erhaltenen Arten auch erhalten und seine Konkurrenten beseitigen. So kann z.B. die Trollblume, die relativ schnell in unseren feuchten Wiesen vom Rohrglanzgras oder Mädesüß zugewuchert wird, erhalten werden. Ein weiteres Beispiel für den Vorteil differenzierter Pflege:

2015 war die Labytinth-Spinne mit ihren charakteristischen Netzen auffällig. Beim Einsatz von Großtechnik kann das Netz nicht erhalten werden, aber der Bediener des Freischneiders kann solche Artenschutzmaßnahmen beachten.

Hartmut Kempf vom NABU Henneberger Land pflegt knapp 9 ha in 7 verschiedenen Gebieten zwischen Suhl und Hildburghausen mittels Freischneider. Dabei beachtet er Besonderheiten des Witterungsverlaufes im Frühjahr und Sommer. Nur auf Wiesenteilen mit ständiger Wasserversorgung gab es überlangen und superdichten Bewuchs. Hier sind saubere Mahd und komplette Beräumung wichtig, während es auf trockenen Teilen auch „verbrannte“ Flächenanteile gab, wo etwas Heu gegen große Austrocknung helfen konnte.


Landschaftspflege

Beispiel: Obstbaumschnitt

Egal, ob 500 neue Hochstämme für den Erwerbsobstbau oder ein einzelner für den Reihenhausgarten: Qualität ist auch bei Bäumen wichtig. Mindestens 1,80 Meter Höhe sollte der Stamm des jungen Bäumchen bis zum ersten Ast haben. Damit wird später die Mahd der Obstwiese mit dem Trecker oder die Beweidung mit Schafen und Rindern erheblich erleichtert. Außerdem macht es eine große Stammhöhe wahrscheinlicher, dass einige Jahrzehnte später Spechte ihre Höhlen im Baum bauen.

 

Service und Adressen rund um Streuobst