Aktion „Ernten für Jedermann“

Foto: Achim Hoffmann, Baumschutzbeauftragter der Stadt Hildburghausen
Foto: Achim Hoffmann, Baumschutzbeauftragter der Stadt Hildburghausen

 

Hildburghausen, 13. September 2021 Die Stadt Hildburghausen verfügt neben Wiesen- und Waldflächen auch über Bereiche, auf denen Streuobstbäume stehen. Bisher sind diese fast jedes Jahr nicht abgeerntet worden und die Früchte sind heruntergefallen oder noch am Baum verfault. Die NABU Gruppe Hildburghausen hat dies erkannt und möchte zusammen mit der Stadtverwaltung neue Wege beschreiten.  „Ernten für Jedermann“ heißt daher die neue Initiative, die ab sofort im Stadtgebiet Hildburghausen startet.

 

Die kommunalen Streuobstbäume wurden hierfür erfasst, in einem Lageplan markiert und die Bäume mit einem gelben Band versehen..

 

Das gelbe Band ist eine deutschlandweit verwendete Markierung, um zu signalisieren, dass der damit markierte Baum frei von Jedermann geerntet werden darf.  Die Bürger*innen und Besucher*innen der Stadt Hildburghausen dürfen somit ab sofort entsprechend gekennzeichnete Bäume abernten und die Früchte verbrauchen.  Eine Infotafel an den jeweiligen Standorten weist die Passanten auf den Zweck der gelben Bänder hin.  Zusätzlich wurden die Standorte durch die NABU Gruppe HIldburghausen auf www.mundraub.org markiert. Es handelt sich hierbei um eine deutschlandweite Kartierung von Standorten, die frei zu ernten sind. Die Nutzung und Ergänzung der Karte ist kostenfrei. Ein Blick auf die Karte wird überraschen, wie viele Möglichkeiten es gibt, sich mit frischem,  regionalem und vor allem selbst gesammelten Obst zu versorgen. Gelegentlich werden auch Standorte von Kräutern aufgezeigt, wie die Bärlauchvorkommen in der Region.

 

Die Stadtverwaltung und die NABU Gruppe Hildburghausen weisen darauf  hin, dass die Bäume mit Achtsamkeit abgeerntet werden; sollen sie schließlich noch viele Jahre wertvolle Früchte tragen.

 

In Deutschland werden jährlich rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet. Sie werden aufgrund des überschrittenen Verfallsdatums oder aufgrund von schlichtem Nichtverbrauch weggeworfen. Die Zahl von verrottetem, nicht geernteten Obst und Gemüse verbirgt sich wohl hinter einer nicht zu schätzenden Dunkelziffer. 

 

Bestimmt hat der eine oder andere schon des Öfteren  an Straßen- und Wegrändern vom Baum gefallenes Obst entdeckt, welches von niemandem aufgesammelt wird. Die letzten reifen und prallen Früchte lassen einem das Wasser im Munde zusammen laufen. Frei bedienen kann oder sollte man sich allerdings auch nicht, da man nicht weiß, wem die Bäume gehören. Die Früchte verrotten und  die Bürger kaufen im Supermarkt  ihr Obst oft in Plastik verpackt, das weit transportiert und gelagert wird.

 

 

Durch die Aktion „Ernten für Jedermann“ möchten die beiden Initiatoren für alle Bürger*innen und Besucher*innen den Bezug zum regionalen Obst herstellen. Wer selbst erntet, weiß die Früchte besser zu schätzen. Man lernt, sich am Saisonkalender zu orientieren und den Wert der Natur zu schätzen.  Vielleicht möchte der ein oder andere dann  einen eigenen Obstbaum im Garten pflanzen und einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz  leisten.

 

Haben auch Sie erntereife Bäume im Garten, die sie nicht abernten wollen oder können? Seien Sie eingeladen, die Ernte mit Nachbarn, Freunden und Fremden zu teilen. Markieren Sie Ihren Baum mit einem gelben Band und bereiten Sie sich und anderen Menschen eine kleine Freude mit Ihrem Obst frisch vom Baum.

NIcole Kreußel

 


Ein Tag im Park

NABU Gruppe Hildburghausen stellt sich im Stadtpark vor

Foto: NABU
Foto: NABU

Hildburghausen, 7. Juli 2021 „Der lange Tag der Natur“ des NABU Thüringen fiel coronabedingt in diesem Jahr aus. Damit haben wir uns aber nicht zufrieden gegeben. Bei den nun sich ein paar Wochen später ergebenen Möglichkeiten setzten wir unser Konzept unter eigenem Motto doch noch um. „Ein Tag im Park“ fand am 4. Juli 2021 nun erstmals statt. Wir haben die Idee der Naturführungen im historischen Schlosspark von Hildburghausen weiter gesponnen und eine Veranstaltung für unsere und andere Familien auf die Beine gestellt. Wie sich zeigte mit vollem Erfolg.

 

Dank der vielen interessierten und herzlichen Besucher, den fleißigen Helfern und Führern/Rednern Stadtführer Thomas Stäblein, Stadtförster Christoph Henneberger und Dr. Christoph Unger, war die erste Auflage von „Ein Tag im Park“ unserer NABU Gruppe Hildburghausen ein toller Erfolg. Wir hatten alle sehr viel Spaß. Unsere Kinder wollten am nächsten Tag allesamt wieder durchstarten. Sie haben uns besonders gerne bei der Organisation und Durchführung unterstützt.

 

Besonders wurden wir aber auch durch unsere Helfer und Akteure hinter den Kulissen, unterstützt durch Oliver Stonus und die Wacholder Schänke, die unsere Versorgung mit leckeren Pizzataschen, Kaffee, Saft sowie Tassen und Mehrwegbechern unkompliziert und außerordentlich durchdacht bereichert haben, Bürgermeister Tilo Kummer und die Kreisstadt Hildburghausen samt städtischem Bauhof danken wir für die Bereitstellung der Markthütte, der Pflege des Schlossparks und die ausgefertigte Sondergenehmigung, Mario Behlert für die tolle Umrahmung des Programms mit seinen Pferdekutschfahrten um den Park, den vielen fleißigen Kümmerern, die alle nötigen Wege erledigt haben, Strippen gezogen, geplant, gewerkelt, gebacken und Pflanzen geteilt und getopft haben und last but not least Otto’s Gartenparadies, die kurzfristig und großzügig unsere Pflanzenbörse bereichert haben. Ein herzliches Dankeschön dafür.

 

Nicole Kreußel


Arbeitseinsatz im Hildburghäuser Stadtwald

Schutz für den Aufwuchs schaffen

Hildburghausen, 13. Juni 2021 Gemeinsam mit den städtischen Förstern haben wir im Stadtwald von Hildburghausen Schonungszäune gestellt, um den Aufwuchs zu schützen und somit die Aufforstung der brach liegenden Waldflächen zu unterstützen.

Viele fleißige Helfer aller Altersgruppen waren an diesem Sonntag vor Ort, danke an alle!

Weitere Einsätze im Wald sind geplant. 

Esther Dölle


Schottergarten adé

Wir arbeiten für ein gutes Mikroklima

Hildburghausen, 27. Mai 2021 Auf tatkräftige Initiative unseres NABU Mitglieds Katharina Schmidt, Kreistagsmitglied der Grünen, verwandelten wir kurzerhand die Steinwüste vor dem Landratsamt Hildburghausen in ein blühendes Insektenparadies. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt entsteht hier nun endlich neuer Lebensraum für Insekten und andere Tier- und Pflanzenarten.

 

Wir finden: ein tolles Aushängeschild unserer Gruppe.

 

Wir danken ganz herzlich allen fleißigen Helfern dieser Aktion, dem Lebensgarten in Bedheim für Pflanzenspenden, allen gruppeninternen Spendern, der WEFA Hildburghausen, welche immense Vorarbeit leistete, sodass wir sofort loslegen konnten, dem Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, Sven Gregor, und Vizelandrat Dirk Lindner, die ihre mitgebrachten Pflanzen selbsttätig an Ort und Stelle in den Boden brachten. 

Ebenso gilt unser Dank auch allen helfenden Händen im Hintergrund, welche aus dem Bausatz Insektenhotel ein wahrhaft würdiges Hotel werden ließen und den lieben Eltern, die gerade an den heißen Sommertagen das tägliche Gießen unserer kleinen Oase übernahmen und weiterhin übernehmen.

Esther Dölle

 

Foto: NABU


Zusammenarbeit für flatternde Freunde

Schüler helfen Fledermäusen im Ort

Hildburghausen, 20. Mai 2021 Heute haben Schüler der Regelschule Joliot-Curie Hildburghausen gemeinsam mit unserer NABU Gruppe 5 Fledermauskästen im Stadtpark angebracht. 

Der Bau dieser Kästen war Teil der Projektarbeit der 4 Schüler mit dem Thema Fledermäuse.

Durch einen Zeitungsartikel waren die Schüler und ihre Lehrerin Frau Andrea Hartung auf unsere Aktion im April aufmerksam geworden. Selbstverständlich sagten wir sofort unsere organisatorische und praktische Hilfe zu.

Nun gibt es 5 weitere Sommerquartiere für die nachtaktiven Flatterer.

Esther Dölle

Fotos: NABU


Hoch hinaus im Stadtpark Hildburghausen

Hilfe für die lautlosen Jäger der Nacht

Foto: NABU
Foto: NABU

 

Hildburghausen, im April 2021 Unsere NABU Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die Natur in und um Hildburghausen zu schützen und auf die Kleinode aufmerksam zu machen. 

Eines unserer ersten Projekte ist die Erhaltung und Aufwertung des Schlossparks.

Wir Ehrenamtlichen haben am Donnerstag, dem 15. April 2021, zehn Fledermauskästen im Park aufgehängt, um den lautlosen Jägern der Nacht Sommerquartiere anzubieten.

Die Kästen wurden im Vorfeld vom Hildburghäuser Bildungszentrum angefertigt und an uns überreicht.

Esther Dölle


Winterschlaf beendet

Wir räumen den Winterdreck weg

Foto: NABU
Foto: NABU

 

Hildburghausen, im März 2021 Etwa ein Dutzend Müllsammler aller Altersgruppen beteiligte sich an unserer gruppeninternen Müllsammelaktion im Stadtgebiet Hildburghausen am 20. März 2021, die einen Container komplett füllte.

Dies war unser erster Streich im Jahr 2021 und wir danken allen fleißigen Helfern. Besonders bedanken wir uns  beim Leiter des hiesigen Bauhofs, Torsten Pfütsch, der wieder schnell und unkompliziert einen Container bereitgestellt hat.

Esther Dölle


Neue NABU-Gruppe in Hildburghausen

Ehrgeizige Ziele ins Auge gefasst

Hildburghausen, 28. September 2020 In Hildburghausen wurde nach drei Monaten der Vorbereitung eine neue NABU Gruppe gegründet. Diese bestand auf Anhieb aus 20 Mitgliedern. Zur Feier der Gründung am 27. September 2020 wurde auf städtischem Grund ein Obstbaum gepflanzt. Da soll eine Streuobstwiese entstehen. Zur Vorsitzenden wählten die frischgebackenen NABU-Mitglieder Esther Dölle. Steven Antonwitsch wurde der Stellvertreter. Als erste gemeinsame Aktion wurde noch vor der offiziellen Gründung ein Hang am Hildburghäuser Stadtberg von Müll befreit. An der Veranstaltung „Hibu leuchtet“ beteiligte sich die neue Gruppe mit einem eigenen Büro und verschiedenen Veranstaltungen. Ein ehrgeiziger Jahresplan für 2021 wurde ausgearbeitet. Dann legte der zweite Lockdown auch die tatenhungrigen Hildburghäuser lahm. Die ließen sich davon aber nicht entmutigen. Per Videokonferenz wird seit einigen Wochen schon wieder beratschlagt und geplant. Denn irgendwann wird auch dieser Lockdown zu einem Ende kommen - die Liste der sinnvollen Aufgaben ist es noch lange nicht.

Florian Kirner